Liebe Freunde, nun sind wir zurueck in Deutschland und am Ende unserer Reise angelangt. Wie hatten eine spannende Zeit und haben mehr und mehr das Reisen genossen. Angefangen hatte die Reise mit ein paar unangenehmen Erfahrungen in Thailand. Ko Samui ist zwar eine Trauminsel, Wetter und Strand koennen sich sehen lassen. Aber leider haben die Thais uns nicht wirklich von ihrer Herzlichkeit ueberzeugen koennen. Da wir aber nur Bangkok und einen kleinen Teil von Suedthailand gesehen haben wollen wir an dieser Stellen nicht verallgemeinern. Vielleicht gefaellt uns ja der Norden des Landes, wenn wir mal wieder in diese Gegend reisen sollten.
In Vietnam hat unsere Backpacker-Reise eigentlich erst richtig begonnen. Das Land hat uns sehr gefallen, auch wenn das Wetter meistens grau, bewoelkt und ziemlich schwuel und heiss war.
China haben wir eigentlich ohne spezielle Erfahrungen betreten und waren wirklich fasziniert. Fuer Christoph war die Wanderung durch die Tiger-Schlucht das absolute Highlight der Reise (fuer Helene war es die #2) und die Landschaft um Shangri-La auf 3300 Metern hat uns beide beeindruckt. Von unserer Wahnsinns-Busfahrt nach Laos haben wir ja schon berichtet (siehe den Post vom 4. November).
Der Kontrast zwischen China und Laos haette nicht groesser sein koennen. Das eine Land ist extrem bevoelkert und wirkt hektisch aktiv, laut und ein wenig schmutzig. Das andere hingegen ist so ruhig und naturbelassen (meistens jedenfalls), wie man es noch selten auf der Welt findet. Die Menschen in Laos haben uns wirklich beeindruckt. Wir koennen uns an keinen unfreundlichen Laoten erinnern. Helenes Highlight der Reise waren ein paar traumhafte Wasserfaelle im laotischen Jungel bei Luang Prabang.
Von Laos ist es nicht weit nach Kambodscha. Das trifft auch weitgehend auf die ruhige und freundliche Art der Khmer zu.
Wir wollen uns bei allen Freunden und Verwandten bedanken, die gedanklich und vor allem im Gebet bei uns waren. Das hat Wunder gewirkt. Auch die vielen Kommentare, E-Mails und die vorbereitenden Gespraeche letzten Sommer mit euch haben uns geholfen die Reise hinreichend informiert und ohne Probleme zu Beginnen.
In dieser Woche werden wir uns noch eine kleine Auszeit in Muenster goennen und dann wieder ins Arbeits- bzw. Bewerbungsleben starten.
(Gedanken von Christoph) Wie klein ist die Welt?
Eines ist uns auf dieser Reise immer wieder passiert, wir treffen viele Menschen mehr als nur ein Mal. Die Welt ist wirklich klein, so scheint es jedenfalls. Dazu ein paar Beispiele.
1. Auf unserer Reise begegneten wir einer netten Finnin, die wie auch wir im Backpacker-Hostel in Kuala Lumpur auf der Roof-Top Bar ein Bierchen trank. Auf unserer letzten Busreise trafen wir sie dann 2 Monate zufaellig wieder.
2. In Hue haben wir Carme eine nette Spanieren aus Girona kennengelernt und mit ihr einen Tagesausflug in die DMZ gemacht. Da sie in entgegen gesetzter Richtung Indochina bereiste wuerden wir sie sicher irgendwann, wahrscheinlich in Laos, wieder sehen. Das hatten wir dann auch ausgemacht. Unser letzter per E-Mail durchgegeben Stand war, dass wir uns auf einer der Inseln im Maekong treffen wuerden. Da das nicht sehr konkret war und wir eh nicht sicher waren, ob wir uns vielleicht zeitlich schon verpasst hatten, war es um so erfreulicher, dass wir Carme zufaellig vor einem Internet-Cafe tragen. Dort haetten wir ihr gerade eine E-Mail schreiben wollen.
3. Auch in Vietnam trafen wir diese Gruppe von Amerikanischen Lehrern, die in Bangkok an einer Schule fuer 1 Jahr freiwillig unterrichteten. Helene hatte damals berichtet, wie sich einige von ihnen den "leckeren" Wein aus Vietnam zur Gemuehte fuehrten. Nun gut, diese Gruppe von jungen Menschen trafen wir an unserem vorletzten Abend in der Naehe der Kao San Road in Bangkok. Unter tausenden von Menschen laufen uns ausgerechnet wieder Menschen ueber den Weg, die wir kennen.
4. Bei Mama Naxi (ein Guest House) in Lijiang, China arbeitete Thomas, ein Brite, der einige Monate zwecks Arbeit im Guest House mit dem Reise pausierte. Er war sehr hilfsbreit und freundlich, wirkte ein wenig ueberarbeitet und irgendwie nicht ganz normal. Wir koennen nicht wirklich definieren, was wir mit seiner Person verbinden. Aber solche Menschen trifft man bei einer laengeren Reise nicht sehr selten. Wir haetten aber nicht gedacht, dass wir Thomas noch einmal wieder sehen werden. Doch als wir in Vientiane (Laos) im Hostel waren kam er uns entgegen. Er hatte gerade aufgehoert bei Mama Naxi zu arbeiten.
5. Ebenfalls in China trafen wir Tom, den Vater von Ari und Taylor. Der Vater und seine Soehne waren wie wir auch auf Asienreise. Wir haben aber auch schon ein wenig berichtet, dass wir uns mit ihnen haeufig wieder getroffen haben. Diese Treffen waren dennoch nicht nur geplant. Ettliche Male auf unserer Reise durch China, Laos, Kambodscha und Thailand trafen wir sie zufaellig.
6. In Laos trafen wir viele andere Reisende. Insbesondere an einen Franzosen aus New Caledonia kann ich mich erinnern, denn ihn traf ich zuerst in Luang Prabang und dann einige Tage spaeter wieder in Vientiane.
7. Der groesse Zufall war jedoch das Wiedersehen eines Muensteraners in Angkor. Seit knapp 10 Jahren habe ich Michael einen Nachbarn aus Muenster nicht mehr gesehen. Also, das passiert nun wirklich nicht so oft!
8. Zu guter letzt reiht sich ein weiter Amerikaner in die Liste der Zufaelle ein. Omar trafen wir am Flughafen in Bangkok, kurz vor unserem Abflug. Eigentlich kommt er aus Alaska, aber seit vielen Jahren wohnt und arbeitet er in Colorado. Im selben Ort in Colorade leben auch unsere netten neuen Freunde, Tom, Ari und Taylor. Ja, und ihr vermutet es schon - Sie kennen sich. Omar und Tom sind sogar Arbeitskollegen.
Fuer mich sind einige Zufaelle nun wirklich nicht spaektakulaer. Beim Reisen in relativ kleinen Laendern, mit wenigen Haupttouristen-Magneten koennen die genannten Dinge halt mal vorkommen. Aber insgesamt, die Vielzahl der Zufaelle machen mich ein wenig mehr nachdenklich. Vielleicht hat einer von euch ja eine gute Idee, was das alles zu bedeuten hat. :-)
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